Jansons,Mariss/SOBR Bruckner: Sinfonie 9

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CD 1
01. 1. Feierlich, misterioso - Jansons,Mariss/SOBR 23:53
02. 2. Scherzo: Bewegt, lebhaft - Trio: schnell - Jansons,Mariss/SOBR 11:06
03. 3. Adagio: langsam, feierlich - Jansons,Mariss/SOBR 22:08
"Bruckner: Sinfonie 9"
Setinhalt: 1
Gesamtspieldauer: 057:07h
Erscheinungsdatum: 01.02.2019
EAN/UPC-Code: 4035719001730
Medium: CD
Komponist: Bruckner,Anton
Hersteller: BR-KLASSIK
Interpret: Jansons,Mariss/SOBR

Produktbeschreibung

'Es scheint, die Neunte ist eine Grenze. Wer darüber hinaus will, muss fort. Die eine Neunte geschrieben haben, standen dem Jenseits zu nahe' - so orakelte Arnold Schönberg über Gustav Mahler, der gestorben war, ohne je seine Neunte Symphonie gehört zu haben. Auch Anton Bruckner soll Angst vor der fatalen Zahl gehabt haben: 'I’ mag dö Neunte gar net anfangen, i’ trau mi nöt'. Trotzdem begann er sehr bald nach Beendigung der Achten Symphonie, im September 1887, mit seinen ersten Entwürfen. Insgesamt zog sich die Arbeit an der Neunten dann über den langen Zeitraum von 1887 bis 1896 hin und musste aufgrund des sich zunehmend verschlechternden Gesundheitszustandes des Komponisten immer wieder unterbrochen werden. Schließlich verstarb Bruckner während der Arbeit am vierten Satz - das 'dem lieben Gott' gewidmete Meisterwerk blieb unvollendet. Der dreisätzige Torso ist freilich auch ohne ein Finale höchst beeindruckend. Die vollendeten Sätze wurden am 11. Februar 1903 in Wien zum ersten Mal aufgeführt/ der Dirigent Ferdinand Löwe hatte aber eine eigene und sehr eigenwillige Bearbeitung geschaffen, die Bruckners Orchestration dem Wagnerschen Klangideal annäherte und sogar in die originale Harmonik eingriff. Lange Zeit wurde Löwes Bearbeitung als Bruckners Original angesehen. Erst, als man wieder die originale Partitur berücksichtigte, war die eigentliche Uraufführung der ersten drei Sätze am 2. April 1932 in München möglich. Die früheste Schallplatteneinspielung dirigierte Siegmund von Hausegger mit den Münchner Philharmonikern im April 1938. Seitdem ist Bruckners Neunte ein wesentlicher Bestandteil des spätromantischen symphonischen Repertoires: in der Originalfassung, mit einer der zahlreichen Finalsatz-Rekonstruktionen oder mit Bruckners 'Te Deum' als Ersatz des Finales. Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks stellten im Januar 2014 die originale Fassung der drei vollendeten Sätze dem Münchner Publikum in der Philharmonie im Gasteig zur Diskussion. Der langsame Satz macht an seiner jetzigen Position keine schlechte Figur und verhilft der Symphonie zu einem würdigen Schluss. Was will man mehr als diesen Abgesang, der zwischen Leid und Verheißung auspendelt und entschwebt als Vision von Ruhe und Frieden? - Der Mitschnitt jenes Münchener Konzertereignisses erscheint nun bei BR Klassik als CD: die mustergültige Interpretation einer der wesentlichsten Kompositionen des symphonischen Repertoires der Spätromantik in ihrer Originalfassung. Total Time: 57:10 min
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03. 3. Adagio: langsam, feierlich - Jansons,Mariss/SOBR 22:08
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Komponist: Bruckner,Anton
Hersteller: BR-KLASSIK
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'Es scheint, die Neunte ist eine Grenze. Wer darüber hinaus will, muss fort. Die eine Neunte geschrieben haben, standen dem Jenseits zu nahe' - so orakelte Arnold Schönberg über Gustav Mahler, der gestorben war, ohne je seine Neunte Symphonie gehört zu haben. Auch Anton Bruckner soll Angst vor der fatalen Zahl gehabt haben: 'I’ mag dö Neunte gar net anfangen, i’ trau mi nöt'. Trotzdem begann er sehr bald nach Beendigung der Achten Symphonie, im September 1887, mit seinen ersten Entwürfen. Insgesamt zog sich die Arbeit an der Neunten dann über den langen Zeitraum von 1887 bis 1896 hin und musste aufgrund des sich zunehmend verschlechternden Gesundheitszustandes des Komponisten immer wieder unterbrochen werden. Schließlich verstarb Bruckner während der Arbeit am vierten Satz - das 'dem lieben Gott' gewidmete Meisterwerk blieb unvollendet. Der dreisätzige Torso ist freilich auch ohne ein Finale höchst beeindruckend. Die vollendeten Sätze wurden am 11. Februar 1903 in Wien zum ersten Mal aufgeführt/ der Dirigent Ferdinand Löwe hatte aber eine eigene und sehr eigenwillige Bearbeitung geschaffen, die Bruckners Orchestration dem Wagnerschen Klangideal annäherte und sogar in die originale Harmonik eingriff. Lange Zeit wurde Löwes Bearbeitung als Bruckners Original angesehen. Erst, als man wieder die originale Partitur berücksichtigte, war die eigentliche Uraufführung der ersten drei Sätze am 2. April 1932 in München möglich. Die früheste Schallplatteneinspielung dirigierte Siegmund von Hausegger mit den Münchner Philharmonikern im April 1938. Seitdem ist Bruckners Neunte ein wesentlicher Bestandteil des spätromantischen symphonischen Repertoires: in der Originalfassung, mit einer der zahlreichen Finalsatz-Rekonstruktionen oder mit Bruckners 'Te Deum' als Ersatz des Finales. Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks stellten im Januar 2014 die originale Fassung der drei vollendeten Sätze dem Münchner Publikum in der Philharmonie im Gasteig zur Diskussion. Der langsame Satz macht an seiner jetzigen Position keine schlechte Figur und verhilft der Symphonie zu einem würdigen Schluss. Was will man mehr als diesen Abgesang, der zwischen Leid und Verheißung auspendelt und entschwebt als Vision von Ruhe und Frieden? - Der Mitschnitt jenes Münchener Konzertereignisses erscheint nun bei BR Klassik als CD: die mustergültige Interpretation einer der wesentlichsten Kompositionen des symphonischen Repertoires der Spätromantik in ihrer Originalfassung. Total Time: 57:10 min
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