Spundlochmusig G'lüschtig!

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  • Die Spundlochmusig sind sechs begeis-terte württembergische Volksmusikan-ten, die sich der traditionellen Volksmu-sik Süddeutschlands verschrieben haben, um Wirtshausmusik, Danzbodamusik, feine Musik, virtuose Musik - Musik die Herz, Ohren und Beine erreicht - zu spielen. Musik, wie sie erklang, als Urgroßvater die Urgroßmutter zum Tanz ausführte
Beschreibung & Hörproben
G'{luscht}ig - So wie die Volksmusik die musikalische Visitenkarte einer Region ist, ist es der... mehr
CD 1
01. Maiglöckchenpolka aus Kiechlinsbergen - Spundlochmusig 02:23
02. Walzer aus Kiechlinsbergen - Spundlochmusig 02:05
03. Langsamer Polka aus Kiechlinsbergen - Spundlochmusig 02:21
04. Drunter & drüber Galopp aus Mengen-Ennetach - Spundlochmusig 01:48
05. Andante Nr. 81 aus Breitnau - Spundlochmusig 02:19
06. Bauern-Polka aus Bischoffingen - Spundlochmusig 01:54
07. Walzer Nr. 3 aus Haslach i.K. - Spundlochmusig 01:34
08. Doppelmarsch aus Kiechlinsbergen - Spundlochmusig 01:26
09. Hausmelcherle Heuberger aus dem Schwarzwald - Spundlochmusig 02:23
10. Polka aus Kiechlinsbergen - Spundlochmusig 01:19
11. Walzer Nr. 6 aus Furtwangen - Spundlochmusig 01:59
12. Rheinländer Gigerlkönigin aus Schönaich - Spundlochmusig 02:39
13. Polka-Mazurka aus Kiechlinsbergen - Spundlochmusig 01:44
14. Winterlust Rheinländer aus Schönaich - Spundlochmusig 02:11
15. G hoblete Span Heuberger aus Langenschiltach und St. Georgen - Spundlochmusig 02:12
16. Rosinenpolka aus Freiamt/Reichenbach - Spundlochmusig 02:22
"G'lüschtig!"
Setinhalt: 1
Gesamtspieldauer: 032:39h
Erscheinungsdatum: 25.10.2019
EAN/UPC-Code: 4012897184035
Medium: CD
Hersteller: Bogner Records
Interpret: Spundlochmusig

Produktbeschreibung

G'{luscht}ig - So wie die Volksmusik die musikalische Visitenkarte einer Region ist, ist es der Dialekt bei der Sprache. Die Spundlochmusikanten sind heiß auf das Spielen, sie sind 'g'lüschtig'. Dieses Wort, das sowohl im Schwäbischen wie auch im Alemannischen existiert, beschreibt den Zustand, der der Zufriedenheit noch ein Sahnehäubchen aufsetzt und zur vollkommenen Glückseligkeit führt die Körper, Geist und Seele nährt. Das Begehrte zu besitzen ist nicht zwingend notwendig. Es dann aber dennoch zu bekommen und genießen zu können, ist wie der Himmel auf Erden. Mit 'g'lüschtig' ist niemals Besitz, sondern immer nur Genuss verbunden. Und so bieten sich eine Menge an Adjektiven an, die aber 'g'lüschtig' nur unzureichend beschreiben: begierig, durstig, lüstern, sinnlich, wollüstig. Im Wortstamm ist die 'Lust' zu finden, die immer Triebfeder für das Aufspielen der Spundlochmusig ist. Auch 'lustig' steckt drin. Und so wird bei der Spundlochmusig viel gelacht. Das liegt auch daran, dass alle Musikanten eine besondere Affinität zu Getränken haben, die durch das Spundloch den Weg in die Gläser der g'lüschtigen Musikanten finden... Die Spundlochmusig - Proscht ond Proscht ond ällaweil Proscht! Die Spundlochmusig sind sechs begeisterte württembergische Volksmusikanten, die sich der traditionellen Volksmusik Süddeutschlands verschrieben haben, um Wirtshausmusik, Danzbodamusik, feine Musik, virtuose Musik - Musik die Herz, Ohren und Beine erreicht - zu spielen. Musik, wie sie erklang, als Urgroßvater die Urgroßmutter zum Tanz ausführte. Aber auch Musik, die auf den süddeutschen Volksmusiktraditionen basiert, jedoch neu geschrieben wurde. Warum Spundlochmusig? Ganz einfach: Das Spundloch ist der wichtigste Teil beim Fass - egal ob Wein-, Most- oder Bierfass. Denn daraus fließt das köstliche Nass, das zwingend notwendig ist, um die richtige Feuchtigkeit zur Erzeugung von feinen Tönen aus Blasinstrumenten zu erreichen. Es begann 2013. Achim Bühler und Wulf Wager, die sich schon lange von Volksmusik- und Volkstanzseminaren kannten und schon etliche Zeit miteinander musizierten, scharten einige begeisterte Musikanten und Musikantinnen um sich, um als Spundlochmusig miteinander schwäbisch-alemannische Tanzbodenmusik zu spielen. Es war noch nicht die perfekte Besetzung, denn um Harmonie und Gleichklang zu produzieren, muss es auch untereinander harmonieren und die Wellenlängen müssen stimmen. Nach einigen Besetzungswechseln und nach dem behutsamen Entwickeln eines eigenen, sich eng an die Tradition bindenden Stils, ist die Spundlochmusig heute in einer perfekten Besetzung beieinander und präsentiert mit dieser Silberscheibe nun ihr zweites Tonerzeugnis nach einer Advents-CD. Als Bewohner des Ländles befinden sich die Musikanten der Spundlochmusig in einer äußerst glücklichen Lage. Hier fand man das älteste Musikinstrument der Welt, die Schwanenflügelknochenflöte. 40.000 Jahre alt. So kann man mit Fug und Recht behaupten, dass hier in unserem vom Herrgott als Muster für die große, weite Welt geschaffenen Ländle die Wiege der Musik, ja die Wiege der Kultur der Menschheit liegt. 39.880 Jahre später versammelten sich sangesfreudige Menschen unter dem Deckmantel von ersten Gesangvereinen, um auch den politischen Diskurs zu führen. Es wurde aber auch gesungen. Schließlich brachten die Schwaben einen Friedrich Silcher hervor! Weitere hundert Jahre später, nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, fand eine große Welle an Blasmusikvereinsgründungen statt, die das Ländle zum Musikland Nr. 1 machten. Nirgendwo gibt es mehr Blasmusikvereine, Chöre und Ensembles. 30 Prozent der Bundessieger des Wettbewerbs 'Jugend musiziert' kommen aus dem Ländle. Sie merken schon, wir Baden- Württemberger sind bescheidene Menschen. Schon vor den Blasmusikvereinsgründungen gab es im 19. Jahrhundert kleine Blasbesetzungen, die landauf, landab auf dem Tanzboden aufspielten - an der Fasnet, an der Kirbe oder Kilwi, bei Hochzeiten und Sichelhenken, an Ostern und Pfi ngsten. Teils haben diese Musikanten ihr Repertoire als Gedankenstütze handschriftlich notiert. Wulf Wager erforscht und sammelt schon seit etlichen Jahrzehnten unermüdlich traditionelle schwäbisch-alemannische Volksmusik. Nach dem Stuttgarter Volksmusiktrio, den Stäffelesgeigern und Trotzblech ist die Spundlochmusig nun seine vierte Musikgruppe, die sich der südwestdeutschen Volksmusiktradition verschrieben hat. Wagers Sammlung ist riesig. Aus diesem Fundus hat er Stücke gehoben, die er dem jungen steirischen Musiker Bernhard Holl (Wüdaramusi, Blechhaufen etc.) zum Arrangieren gab. Heraus kamen Notensätze, die eng an die Tradition geknüpft sind, aber dennoch Überraschendes bieten: Freche Harmonien und teils enge Dreistimmigkeit, die Spannungsbögen und tänzerische Dynamik vorhalten, die die Ohren beglücken und zwanghaft in die Beine gehen. So wurden aus einfachen Tanzmelodien aus dem 19. Jahrhundert Hörgenüsse und Klangfreuden, die einfach g'lüschtig machen, die Beine zu bewegen, um mit einer reizenden Partnerin über den Tanzboden zu fegen. Dennoch spielt maximale Natürlichkeit und Traditionsnähe beim freudigen Spiel der Spundlochmusikanten eine dominierende Rolle. Unverkennbare, zeitlose und dauerhafte Melodien aus den alten Notenbüchern der Vorgängergenerationen erklingen auf dieser CD. Obwohl die sechs Spundlochmusikanten alle aus Württemberg stammen, gehören doch etliche badische oder besser gesagt, alemannische Melodien zum Repertoire, vom Kaiserstuhl etwa oder aus dem Kinzigtal. Den Musikanten geht das engstirnige Kirchturmdenken ab, denn sie haben erkannt, welchen Schatz die gemeinsame Volksmusiktradition bietet. Finden sich doch ähnliche Stücke in Musikantenhandschriften aus allen Regionen des Ländles. Insofern fühlt sich die Spundlochmusig auch als volksmusikalischer Bindestrich, der genauso gerne auf der Schwäbischen Alb beim WirtshausDanz aufspielt, wie beim WirtshüsDanz im Schwarzwald oder am Kaiserstuhl. Welche Finessen baut ein aus der Steiermark stammender, unbefangener und studierter Volksmusiker wohl in die einfachen, schwäbisch-alemannischen Tanzbodenweisen ein? Das war es, was die Spundlochmusikanten reizte auszuloten! Bernhard Holl hat sich feinfühlig in die Melodien eingearbeitet und die gestellte Aufgabe sehr kreativ und perfekt volksmusikalisch gelöst. Doch Noten sind das Eine, die Interpretation das Andere. So verbindet sich in dieser Produktion der Spundlochmusig die kreative Tonsatzkunst und die spielfreudige Umsetzung zu einem harmonischen Ganzen, das einen eigenen Stil geprägt hat. Monika Harm Präsidentin der südwestdeutschen Gesellschaft zur Hebung des guten Tons

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