Landshamer/Ostermann/Arman/+ Schubertiade

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Beschreibung & Hörproben
In der Gesellschaftsmusik, zu der ein Großteil von Franz Schuberts Liedschaffen zu zählen ist,... mehr
CD 1
01. Der Gondelfahrer (Es tanzen Mond und Sterne) op. 28 D 809 - Landshamer/Ostermann/Arman/+ 03:00
02. Ständchen (Zögernd leise) op. 135 D 920 - Landshamer/Ostermann/Arman/+ 05:44
03. Wehmut (Die Abendglocke tönet) D 825 - Landshamer/Ostermann/Arman/+ 05:04
04. Ewige Liebe (Ertönet ihr Saiten) D 825a - Landshamer/Ostermann/Arman/+ 05:32
05. Flucht (In der Freiheit will ich leben) D 825b - Landshamer/Ostermann/Arman/+ 03:36
06. Gott in der Natur (Groß ist der Herr) op. 133 D 757 - Landshamer/Ostermann/Arman/+ 06:00
07. Nachthelle (Die Nacht ist heiter) op. posth. 134 D 892 - Landshamer/Ostermann/Arman/+ 06:15
08. Psalm 23 (Gott ist mein Hirte) op. 132 D 706 - Landshamer/Ostermann/Arman/+ 04:22
09. Sehnsucht (Nur wer die Sehnsucht kennt) D 656 - Landshamer/Ostermann/Arman/+ 03:50
10. Mirjams Siegesgesang (Rührt die Cimbel, schlagt die Saiten) op. 136 D 942 - Landshamer/Ostermann/Arman/+ 19:12
"Schubertiade"
Setinhalt: 1
Gesamtspieldauer: 062:35h
Erscheinungsdatum: 04.02.2022
EAN/UPC-Code: 4035719005288
Medium: CD
Komponist: Schubert, Franz
Hersteller: BR-KLASSIK
Interpret: Landshamer/Ostermann/Arman/+

Produktbeschreibung

In der Gesellschaftsmusik, zu der ein Großteil von Franz Schuberts Liedschaffen zu zählen ist, kamen um 1800 mehrstimmige Vokalkompositionen als Teil der bürgerlichen Musikkultur und des gemeinschaftlichen Singens groß in Mode. Schuberts Stücke für mehrere Männer- oder Frauenstimmen - zum Teil a cappella, zum Teil mit Klavier- oder anderer Instrumentalbegleitung - als Chorlieder zu bezeichnen, ist jedoch nicht ganz richtig, da sie seinerzeit meist solistisch besetzt wurden. Doch Liebhaberchöre wie den der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, die regelmäßig Konzerte veranstaltete, gab es bereits, und so kamen Schuberts mehrstimmige Lieder oftmals rascher einer breiteren Öffentlichkeit zu Gehör als seine im privaten Kreise aufgeführten Sololieder. Damit hatte die Gesellschaftsmusik den Schritt in den Konzertsaal getan/ Schuberts Name tauchte erstmals am 25. Januar 1821 auf einem Programm der Musikfreunde auf. Einige seiner bekanntesten Lieder für Männer- respektive Frauenchor mit Klavier sind in der vorliegenden SCHUBERTIADE versammelt, darunter die sanft wiegende Barkarole "Der Gondelfahrer", in der Schubert das Glitzern des Mondlichts auf den venezianischen Kanälen heraufbeschwört, oder das "Ständchen", welches als Geburtstagsserenade entstand. Eine seiner insgesamt fünf Vertonungen von Mignons "Nur wer die Sehnsucht kennt" aus Goethes Wilhelm Meister schrieb Schubert für fünfstimmigen Männerchor - es stellt unter seinen mehrstimmigen Liedern eine Besonderheit dar, indem durch eine differenzierte Harmonik und die raffinierte Textbehandlung der tiefe Seelenschmerz Mignons zum Ausdruck kommt. Eine herausragende Stellung unter seinen religiösen Stücken, die nicht für die Kirche bestimmt waren, nimmt "Mirjams Siegesgesang" ein, wo sich schließlich Männer- und Frauenchor vereinen und das israelitische Volk verkörpern. Der Chor antwortet einem Solosopran als Vorsängerin. Das großangelegte Werk schildert den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten mit der Prophetin Mirjam an seiner Spitze/ ihr dreisätziger Lobgesang mündet in eine eindrucksvolle Chorfuge. Die vorliegenden Studioaufnahmen mit den Solisten Christina Landshamer, Merit Ostermann und Andrew Lepri Meyer, dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Howard Arman sowie mit Justus Zeyen am Klavier entstanden zwischen dem 20. und 23. Juli 2021 im Herkulessaal der Münchner Residenz. BR-KLASSIK veröffentlicht die neue CD am 4. Februar 2022. Als Begleitinstrument der Aufnahmen wurde ein Flügel aus der Klaviermanufaktur von Sébastien Érard in Paris verwendet. Im 19. Jahrhundert waren die Instrumente dieser Firma in den Salons wohlhabender Privatleute ungemein beliebt und galten als Inbegriff der bürgerlichen Musikkultur schlechthin. Unter anderem Richard Wagner, Franz Liszt oder selbst Queen Victoria besaßen einen Érard-Flügel. Seine Bauart und Mechanik weist eine klangliche Nähe zum Hammerklavier der Schubertzeit auf. Er zeichnet sich durch einen klaren, jedoch nicht perkussiven Anschlag aus, ausgewogene Register, eine silbrige Höhe sowie einen profunden und transparenten Bass - Qualitäten, die jenen Flügel sowohl in ästhetischer als auch in aufführungspraktischer Hinsicht zum idealen Begleitinstrument für Schuberts Chorlieder macht und die Klangwelt der Schubertiaden verwirklicht.

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