Haskil,Clara Ludwigsburg Recital 1953

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Beschreibung & Hörproben
Dies ist der gesamte Klavierabend, den Clara Haskil am 11. April 1953 im Ordenssaal des... mehr
CD 1
01. Toccata e-moll BWV 914 - Haskil,Clara 07:09
02. Sonate für Cembalo C-Dur K 132 (L 457) - Haskil,Clara 05:07
03. Sonate für Cembalo Es-Dur K 193 (L 142) - Haskil,Clara 03:50
04. Sonate für Cembalo h-moll K 87 (L 33) - Haskil,Clara 04:10
5/01. 1. Maestoso - Allegro con brio ed appassionata - Haskil,Clara 08:23
6/02. 2. Arietta: Adagio molto semplice e cantabile - Haskil,Clara 13:36
7/01. Nr. 1 Nicht schnell, mit Innigkeit - Haskil,Clara 01:25
8/02. Nr. 2 Sehr rasch - Haskil,Clara 00:50
9/03. Nr. 3 Frisch - Haskil,Clara 02:31
10. Thema und Variationen op. 1 ABEGG-Variationen - Haskil,Clara 06:21
11/01. Nr. 10 Etüde Nr. 10 - Haskil,Clara 04:01
12/02. Nr. 7 Etüde Nr. 7 - Haskil,Clara 02:01
13/01. 1. Modéré - Haskil,Clara 03:31
14/02. 2. Menuett - Haskil,Clara 02:35
15/03. 3. Animé - Haskil,Clara 03:25
16. Nun komm der Heiden Heiland (nach BWV 659) - Haskil,Clara 03:53
17/01. Nr. 9 Abschied - Haskil,Clara 02:49
"Ludwigsburg Recital 1953"
Setinhalt: 1
Gesamtspieldauer: 075:37h
Erscheinungsdatum: 09.02.2018
EAN/UPC-Code: 0747313905287
Medium: CD
Komponist: Various
Hersteller: SWR Classic
Interpret: Haskil,Clara

Produktbeschreibung

Dies ist der gesamte Klavierabend, den Clara Haskil am 11. April 1953 im Ordenssaal des Ludwigsburger Schlosses spielte. Schumann's op. 99 und die Zugaben sind niemals zuvor veröffentlicht worden. Dieses Recital ist musikalisch überragend und auch vom Repertoire her hochinteressant. Der äußerst beeindruckende Klavierabend einer legendären Interpretin. Die SWR-Originalbänder wurden für dieses Album einem aufwändigen digitalen Remastering unterzogen. Obwohl ein Wunderkind und obwohl bereits 1895 geboren, gelang es der über Jahrzehnte von Krankheit und Selbstzweifeln geplagten Interpretin Clara Haskil erst nach dem Zweiten Weltkrieg, im internationalen Konzertleben endgültig Fuß zu fassen. Es war dann eine kurze Karriere, die eher von Staunen über die ihr geschenkte Sympathie und Anerkennung geprägt war als von Ehrgeiz. Bis 1947 musste man auf ihre erste kommerzielle Schallplattenaufnahme warten, 1950 dann gastierte Clara Haskil erstmalig bei den Salzburger Festspielen. Schon 1906 hatte man eine schwere Skoliose festgestellt. Im medizinischen Fachjargon handelt es sich - stark verkürzt - um eine dreidimensionale Fehlstellung der Wirbelsäule und ein äußerst beschwerliches Leiden. An diesen das reisende Konzertieren extrem erschwerenden Umstand wird man unweigerlich denken, wenn man Gelegenheit bekommt, Clara Haskils Einspielungen und nun auch den Mitschnitt ihres Klavierabends im Ludwigsburger Ordenssaal vom 11. April 1953 zu hören. In Ludwigsburg spielte die Pianistin eine bunte Folge von kleinformatigen Stücken, wobei die Programmdramaturgie keineswegs den damals üblichen Richtlinien von Bedeutung und Werkumfang folgten. Bachs Toccata in e-Moll (BWV 914) in einer überraschend nüchternen, vielleicht 'objektiv' gemeinten Lesart wäre als konzertante Introduktion einzustufen, ehe drei Scarlatti-Sonaten ein viel persönlicheres Bild von Keuschheit, Innigkeit und musikantischer Situationsprägnanz (K 87 / L 33) zeichnen. Die Platzierung von Beethovens letzter Klaviersonate in c-Moll op. 111 in die Mitte der Werkfolge zeugt jedoch vom Selbstbewusstsein einer freischaltenden Konzertgestalterin, ohne jede falsche, oft genug affektierte Demut vor dem Spätwerk des Komponisten. Gerade in der Beethoven-Sonate hat man den Eindruck, hier äußert sich eine körperlich geplagte Frau am Rande existenziellen Scheiterns, indem sie die Musik als Beispiel unermüdlichen Bestehens und Gesundens ihrem Selbst entgegenhält. In knapp 22 Minuten wenden sich die Trillerketten in einer lapidaren Schlussakkordwendung zum Guten - kaum je hat ein Interpret oder eine Interpretin weniger Aufführungszeit für dieses Werk veranschlagt. Der äußerst beeindruckender Klavierabend einer legendären Interpretin.
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