Gilbert Ban ins dinnan in Tol

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  • 524121
  • Ein gesamtes Album gesungen in Ötztaler Dialekt? Vorweg: Es ist nicht die kommerzielle Selbstaufgabe des Gilbert, sondern viel mehr eines der spannendsten und authentischsten Projekte, das es seit Langem zwischen Neusiedler- und Bodensee zu hören gibt.
CD 1
01. Ban ins dinnan in Tol - Gilbert 03:45
02. I denk no heit a sia an si - Gilbert 04:04
03. I hon di Liechter gseahen - Gilbert 03:48
04. Ob i dr rechte bin - Gilbert 04:07
05. Etzar Morkt - Gilbert 03:08
06. Dos Tol dos ischt mei Hoamat - Gilbert 03:55
07. S` Etztol - Gilbert 03:18
08. Viel nette Leite tro en - Gilbert 03:46
09. Kimm amol her - Gilbert 03:17
10. I loss di nuicht alloane - Gilbert 03:43
11. Schitour afn Hintern Sealnkogel - Gilbert 05:09
12. Hal eppan woll - Gilbert 04:35
13. Dr Sennelar - Gilbert 03:06
14. Tief untern Gewond - Gilbert 05:15
"Ban ins dinnan in Tol"
Setinhalt: 1
Gesamtspieldauer: 054:56h
Erscheinungsdatum: 15.11.2022
EAN/UPC-Code: 4099885241215
Medium: CD
Hersteller: GIL Records
Interpret: Gilbert

Produktbeschreibung

Der Tiroler Songwriter Gilbert macht seit Jahrzehnten Musik. Seine deutsch getexteten und gesungenen Songs zählen im gesamten deutschen Sprachraum zum beliebten Repertoire zahlreicher Radiostationen und tummeln sich in den unterschiedlichsten Charts. Er ist, so lässt sich unschwer nachweisen, ein kommerziell sehr erfolgreicher Künstler, der stets auf Pfaden zwischen Deutsch-Pop und anspruchsvollem Schlager wandelt. So wie dem Schuster meist geraten wird bei seinen Leisten zu bleiben, käme der 'Markt' wohl nie auf die Idee, irgendwelche Risiken einzugehen, sondern erneut nach dem Rezept 'Give The People What They Want' vorzugehen. Im Falle des neuen Albums des Gilbert, würde dieses nun den Titel 'Bei uns drin im Tal' tragen. Tut es aber nicht. Zumindest nicht in dieser Schreibweise.

Ban ins dinnen in Tol
'Gilbert tut es in einem Dialekt, der zurzeit von ungefähr 22.000 Menschen gesprochen wird, jedoch die Jahrhunderte überdauert hat. Diese Lieder im Ötztaler Dialekt werden bleiben, weil Weltkulturerbe so noch nie zu hören war', sagt der Kulturaktivist Martin Marberger, ein Ötztaler wie Gilbert. Marberger kennt die Kulturszene im Tal sehr gut, mit kommerziellem Musikmachen hat er üblicherweise eher weniger zu tun. Gilbert kennt er flüchtig. Aus der Kindheit. Dann ging jeder der beiden eigene Wege. Kulturelle Begegnungen gab es selten bis gar nicht. Zu unterschiedlich waren die Welten. Doch der Kulturaktivist hat auch stets die Antennen heraußen und so kam es, dass er von dem Musiker und Musikproduzenten Ralf Metzler, der unter anderem auch durch seine Arbeit mit dem Herbert Pixner Projekt bekannt ist, auf Gilbert und seine neuen Songs aufmerksam gemacht wurde. Marberger fand spannend, was er hörte. Er schrieb darüber und nun ist im Booklet des Albums folgendes zu lesen:
Das alte Tal war zu den Bewohnern über lange Zeit hart und kalt gewesen, die Menschen waren schpeere und teere wie die Topografie! Das Ötztal war nie ein Tal der Dichter und Sänger, trotz allem hat es eine Handvoll KünstlerInnen hervorgebracht, nämlich solche, die es auch über "die einzige wirkliche Heimat" hinaus geschafft haben. Der Gilbert gehört zu jenen! Er besingt nicht die großen Dramen, die sich hier während der Transformation von der bäuerlichen zur globalisierten Dienstleistungsgesellschaft abgespielt haben. Seine Lieder erinnern an vertraute Menschen, magische Plätze und die kleinen Geschichten von früher...
Marberger erwähnte zudem, dass die Ötztaler Mundart im Jahr 2010 in die Liste des 'immateriellen Kulturerbes' aufgenommen wurde. Es ist eine Sprache, die außerhalb des Tales nur schwer verständlich erscheint. Doch steckt im Wort Mundart nicht auch 'Mund- Art'? Also gesprochene Kunst und das Schlimmste, was Kunst passieren kann, ist, dass sie über die Logikschiene erfasst wird.

'Der Markt war mir wurscht'
Ban ins dinnen in Tol, das sind 14 Songs, die sich über die Gefühlsebene öffnen. Ob drin im Tal, wo die Texte sofort verstanden werden oder außerhalb, das ist dabei im Grunde völlig egal. Hören. Spüren. Erkennen und zur Not gibt es ja auch ein Textbüchlein, welches der CD beiliegt. 14 Songs im kerzengeraden Ötztaler-Dialekt. Da gibt es kein Verbiegen damit der Markt das leichter verarbeitet. 'Der Markt war mir bei dem Ganzen Wurscht', sagt Gilbert. Er folgte einfach nur einem langehegten Wunsch, schrieb ein Album über sein geliebtes Tal. Die Menschen. Erinnerungen an damals. Gedanken. Erlebnisse. Gilbert ist heute knapp über 60 Jahre alt. Dieses Werk ist seine gelebte Freiheit des Tuns. In jeder Hinsicht. Musikalisch sowieso. Die gesamte Produktion atmet handwerkliche Authentizität und großes Können der Protagonisten. Vom Songschreiber zum Producer und den Musikerinnen. Ganz speziell Ralf Metzler, seines Zeichens selber großartiger Musiker, Künstler und Musikproduzent, gab der Produktion jenen Feinschliff, die das ganze so einzigartig macht. Gilbert meint dazu: 'Es war unglaublich und für mich die sicher spannendste musikalische Reise, die ich bisher gemacht habe. Ich schöpfte aus einer Fülle von Erinnerungen erlebter Geschichten voller Glück, Harmonie und Liebe. Es war und ist einfach nur in jeder Hinsicht ehrlich!' Man darf dem Künstler, seinem Werk und allen an der Entstehung Beteiligten zu 'Ban ins dinna in Tol' aufrichtig gratulieren. Das Album ist nichts, was der typischen, jährlichen Veröffentlichung entspricht, sondern in seiner Art in der Tat heute bereits frisches Kulturerbe fürs jetzt, für morgen und all die vielen Jahre, die noch folgen werden.

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Der Tiroler Songwriter Gilbert macht seit Jahrzehnten Musik. Seine deutsch getexteten und... mehr
CD 1
01. Ban ins dinnan in Tol - Gilbert 03:45
02. I denk no heit a sia an si - Gilbert 04:04
03. I hon di Liechter gseahen - Gilbert 03:48
04. Ob i dr rechte bin - Gilbert 04:07
05. Etzar Morkt - Gilbert 03:08
06. Dos Tol dos ischt mei Hoamat - Gilbert 03:55
07. S` Etztol - Gilbert 03:18
08. Viel nette Leite tro en - Gilbert 03:46
09. Kimm amol her - Gilbert 03:17
10. I loss di nuicht alloane - Gilbert 03:43
11. Schitour afn Hintern Sealnkogel - Gilbert 05:09
12. Hal eppan woll - Gilbert 04:35
13. Dr Sennelar - Gilbert 03:06
14. Tief untern Gewond - Gilbert 05:15
"Ban ins dinnan in Tol"
Setinhalt: 1
Gesamtspieldauer: 054:56h
Erscheinungsdatum: 15.11.2022
EAN/UPC-Code: 4099885241215
Medium: CD
Hersteller: GIL Records
Interpret: Gilbert

Produktbeschreibung

Der Tiroler Songwriter Gilbert macht seit Jahrzehnten Musik. Seine deutsch getexteten und gesungenen Songs zählen im gesamten deutschen Sprachraum zum beliebten Repertoire zahlreicher Radiostationen und tummeln sich in den unterschiedlichsten Charts. Er ist, so lässt sich unschwer nachweisen, ein kommerziell sehr erfolgreicher Künstler, der stets auf Pfaden zwischen Deutsch-Pop und anspruchsvollem Schlager wandelt. So wie dem Schuster meist geraten wird bei seinen Leisten zu bleiben, käme der 'Markt' wohl nie auf die Idee, irgendwelche Risiken einzugehen, sondern erneut nach dem Rezept 'Give The People What They Want' vorzugehen. Im Falle des neuen Albums des Gilbert, würde dieses nun den Titel 'Bei uns drin im Tal' tragen. Tut es aber nicht. Zumindest nicht in dieser Schreibweise.

Ban ins dinnen in Tol
'Gilbert tut es in einem Dialekt, der zurzeit von ungefähr 22.000 Menschen gesprochen wird, jedoch die Jahrhunderte überdauert hat. Diese Lieder im Ötztaler Dialekt werden bleiben, weil Weltkulturerbe so noch nie zu hören war', sagt der Kulturaktivist Martin Marberger, ein Ötztaler wie Gilbert. Marberger kennt die Kulturszene im Tal sehr gut, mit kommerziellem Musikmachen hat er üblicherweise eher weniger zu tun. Gilbert kennt er flüchtig. Aus der Kindheit. Dann ging jeder der beiden eigene Wege. Kulturelle Begegnungen gab es selten bis gar nicht. Zu unterschiedlich waren die Welten. Doch der Kulturaktivist hat auch stets die Antennen heraußen und so kam es, dass er von dem Musiker und Musikproduzenten Ralf Metzler, der unter anderem auch durch seine Arbeit mit dem Herbert Pixner Projekt bekannt ist, auf Gilbert und seine neuen Songs aufmerksam gemacht wurde. Marberger fand spannend, was er hörte. Er schrieb darüber und nun ist im Booklet des Albums folgendes zu lesen:
Das alte Tal war zu den Bewohnern über lange Zeit hart und kalt gewesen, die Menschen waren schpeere und teere wie die Topografie! Das Ötztal war nie ein Tal der Dichter und Sänger, trotz allem hat es eine Handvoll KünstlerInnen hervorgebracht, nämlich solche, die es auch über "die einzige wirkliche Heimat" hinaus geschafft haben. Der Gilbert gehört zu jenen! Er besingt nicht die großen Dramen, die sich hier während der Transformation von der bäuerlichen zur globalisierten Dienstleistungsgesellschaft abgespielt haben. Seine Lieder erinnern an vertraute Menschen, magische Plätze und die kleinen Geschichten von früher...
Marberger erwähnte zudem, dass die Ötztaler Mundart im Jahr 2010 in die Liste des 'immateriellen Kulturerbes' aufgenommen wurde. Es ist eine Sprache, die außerhalb des Tales nur schwer verständlich erscheint. Doch steckt im Wort Mundart nicht auch 'Mund- Art'? Also gesprochene Kunst und das Schlimmste, was Kunst passieren kann, ist, dass sie über die Logikschiene erfasst wird.

'Der Markt war mir wurscht'
Ban ins dinnen in Tol, das sind 14 Songs, die sich über die Gefühlsebene öffnen. Ob drin im Tal, wo die Texte sofort verstanden werden oder außerhalb, das ist dabei im Grunde völlig egal. Hören. Spüren. Erkennen und zur Not gibt es ja auch ein Textbüchlein, welches der CD beiliegt. 14 Songs im kerzengeraden Ötztaler-Dialekt. Da gibt es kein Verbiegen damit der Markt das leichter verarbeitet. 'Der Markt war mir bei dem Ganzen Wurscht', sagt Gilbert. Er folgte einfach nur einem langehegten Wunsch, schrieb ein Album über sein geliebtes Tal. Die Menschen. Erinnerungen an damals. Gedanken. Erlebnisse. Gilbert ist heute knapp über 60 Jahre alt. Dieses Werk ist seine gelebte Freiheit des Tuns. In jeder Hinsicht. Musikalisch sowieso. Die gesamte Produktion atmet handwerkliche Authentizität und großes Können der Protagonisten. Vom Songschreiber zum Producer und den Musikerinnen. Ganz speziell Ralf Metzler, seines Zeichens selber großartiger Musiker, Künstler und Musikproduzent, gab der Produktion jenen Feinschliff, die das ganze so einzigartig macht. Gilbert meint dazu: 'Es war unglaublich und für mich die sicher spannendste musikalische Reise, die ich bisher gemacht habe. Ich schöpfte aus einer Fülle von Erinnerungen erlebter Geschichten voller Glück, Harmonie und Liebe. Es war und ist einfach nur in jeder Hinsicht ehrlich!' Man darf dem Künstler, seinem Werk und allen an der Entstehung Beteiligten zu 'Ban ins dinna in Tol' aufrichtig gratulieren. Das Album ist nichts, was der typischen, jährlichen Veröffentlichung entspricht, sondern in seiner Art in der Tat heute bereits frisches Kulturerbe fürs jetzt, für morgen und all die vielen Jahre, die noch folgen werden.

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